"Beschäftigungsbewilligung" ist der in Österreich gebräuchliche Name für eine Arbeitsbewilligung, also die behördliche Bescheinigung, dass man zu bestimmten Tätigkeiten am Arbeitsmarkt berechtigt ist.

Als Beschäftigung gelten in Österreich das klassische Arbeitsverhältnis, das Ausbildungsverhältnis (z.B. Lehre) sowie die arbeitnehmerähnlichen Verhältnisse (z.B. freier Dienstvertrag). Die Beschäftigung von Ausländern ist im Ausländerbeschäftigungsgesetz geregelt.

Die Frage des legalen Aufenthaltes (gültiger Aufenthaltstitel) ist dabei von der Frage der Zulassung zum Arbeitsmarkt (Beschäftigungsbewilligung) zu trennen, denn sich legal in Österreich aufzuhalten beinhaltet nicht automatisch die Zulassung zum Arbeitsmarkt. Auch wenn manche Aufenthaltstitel es ermöglichen, ohne weitere Bewilligung in Österreich arbeiten zu dürfen (z.B. die Aufenthaltstitel  „Daueraufenthalt – EU“, „Rot-Weiß-Rot–Karte plus“, "Aufenthaltsberechtigung plus", "Aufenthaltstitel Familienangehöriger" oder „Niederlassungsnachweis“) gibt es andere, die eine Beschäftigung auf bestimmte Tätigkeiten einschränken (z.B. für ForscherInnen) oder sogar ganz ausschließen.
Für alle anderen Formen von Aufenthaltstiteln muss eine eigene Beschäftigungsbewilligung beantragt und erteilt werden (z.B. bei Besitz eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot-Karte").

Die Beschäftigungsbewilligung wird dabei der/dem ArbeitgeberIn erteilt (der Aufenthaltstitel dagegen der/dem künftigen ArbeitnehmerIn) und berechtigt sie/ihn zur Beschäftigung der konkret beantragten ausländischen Arbeitskraft auf einem genau bezeichneten Arbeitsplatz. Gestellt wird der Antrag an die jeweils zuständige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS), welche den Antrag prüft (vor allem dahingehend, ob für die zu besetzende Stelle ein Inländer oder schon in Österreich befindlicher beschäftigungsloser Ausländer zur Verfügung steht, sog. "Ersatzkraftverfahren") und die Beschäftigungsbewilligung innerhalb von maximal 6 Wochen für die Dauer von längstens einem Jahr ausstellt. Danach muss beim AMS ein Verlängerungsantrag für die Beschäftigungsbewilligung gestellt werden.

Eine Ausstellung ist jedenfalls nur dann nur möglich, wenn die/der künftige ArbeitnehmerIn einen gültigen Aufenthaltstitel besitzt! In manchen Fällen muss zudem eine sogenannte Sicherungsbescheingung beantragt werden (Zusicherung des AMS, dass für eine bestimmte Person bei Erhalt des entsprechenden Visums eine Beschäftigungsbewilligung ausgestellt wird).

Wichtig ist dabei, mit der tatsächlichen Beschäftigung bis zur Erteilung der Beschäftigungsbewilligung zu warten, da diese sonst abgelehnt werden muss.