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© Tirol Werbung, Foto: Mallaun Josef

TirolerInnen am Berg

„Bergsteigen ist mehr als Sport. Es ist eine Leidenschaft.“ So bezeichnete Hermann Buhl (1924-1957) ein großer Tiroler Alpinist und Pionier des Alpinstils seine Beziehung zu den Alpen. An dieser Beziehung zu den uns umgebenden Bergen hat sich bis heute wenig geändert. Tirol, das Land im Gebirge, hat nicht nur unter Bergsteigern sondern in so ziemlich jeder sportlichen Hinsicht einen herausragenden Ruf. Sowohl im Sommer als auch im Winter vermitteln die Berge ein Gefühl von Freiheit. Allein der Gedanke an die frisch-kalte Luft, die grünen Almwiesen oder den knirschenden Schnee lässt die Herzen vieler TirolerInnen höher schlagen.

Wer sich den/die typischen TirolerIn jedoch jodelnd und in Tracht am Berg vorstellt, den müssen wir wohl enttäuschen, denn solche Stereotypen bekommen Sie nur in Heimatfilmen zu sehen. Die klassische Bekleidung zu diesem Stereotyp, die Lederhose und die Tracht (nicht ganz korrekt: Dirndl) hängt zwar jedem gut sortierten Tiroler Kleiderschrank, wird jedoch nur zu besonderen Anlässen getragen. Auch das Jodeln beherrscht nur mehr ein geringer Bruchteil der Bevölkerung - eine Tradition die zu unterzugehen droht. Kein Stereotyp sondern gelebte Tradition ist hingegen die enge Verbundenheit zum Bergsport und TirolerInnen sind im Bundesländerverglich überdurchschnittlich sportlich. Insgesamt betreiben über zwei Drittel der heimischen Bevölkerung regelmäßig Sport, dabei vor allem Outdoor-Sportarten. Ein Großteil der TirolerInnen lebt die Beziehung zu den Bergen durch Sportarten wie Skifahren, Rodeln, Wandern oder Klettern, die Teil der Tiroler Identität geworden sind und mit Stolz betrieben und besprochen werden. Fast die Hälfte der TirolerInnen ist mehrmals im Monat mit den Wanderschuhen im Gelände unterwegs und mehr als ein Drittel fährt regelmäßig Ski. Es ist also nicht übertrieben, die Naturverbundenheit der TirolerInnen als fixen Bestandteil unserer regionalen Identität zu betrachten.
Dieses Image einer aktiven und sportlichen Region hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht nur Millionen sport- und naturaffiner Touristen aus aller Welt angezogen, sondern führte auch zur Gründung erfolgreicher Sportfirmen und der Niederlassung einiger internationaler Größen im Sportbereich wie etwa Armada, Burton Snowboards oder Black Diamond, die ihre jeweiligen europäischen Hauptsitze nach Tirol verlegt haben.

Neben dem sportlichen Aspekt ist der Berg für TirolerInnen aber auch ein Ort der Feste und Geschichten, so ranken sich eine Vielzahl an Mythen und Legenden um die Berge Tirols. Eine der bekanntesten Sagen aus dem Innsbrucker Raum ist jene der "Frau Hitt": In ihrem Reichtum, ihrem Hochmut und ihrer Überheblichkeit hatten die "Frau Hitt" und ihr Sohn keinen Respekt vor der Natur und den Menschen Tirols. Als Frau Hitt ihren Sohn eines Tages von armen hungrigen Menschen mit Brotkrumen säubern lies, verfinsterte sich der Sage nach der Himmel und eine Steinlawine verwandelte Mutter und Sohn in Felsgestalten, die auch heute noch unter den Gipfeln der "Nordkette", dem Gebirgszug nördlich von Innsbruck westlich des sogenannten "Langen Sattels" zur Ewigkeit erstarrt zu sehen sind. Die Legende der "Frau Hitt" und weitere Tiroler Sagen finden Sie hier.

Ganz nach dem Motto "Erwarte das Unerwartete" bieten die Alpen, deren Traditionen und Sportmöglichkeiten also nicht nur eine große sondern eine großartige Freizeitfläche. Die Leidenschaft für die Berge liegt in Tirol wahrlich in der Luft.