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Die Standortagentur Tirol ist die erste Anlaufstelle für Tiroler Unternehmen und ihre ausländischen Fachkräfte.

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Arbeiten

Wenn Sie in Tirol beruflich tätig sein wollen, sind, je nachdem ob Sie EU/EWR BürgerIn oder Drittstaatsangehörige/r sind, einige Dinge vorab zu klären bzw. zu beantragen. Als Drittstaatsangehörige/r benötigen Sie zusätzlich zum notwendigen Aufenthaltstitel eine Arbeitsbewilligung, die Ihr/e künftige/r ArbeitgeberIn für Sie beantragen muss.

Die Frage nach der Anerkennung von Zeugnissen, Studientiteln oder Ausbildungen, die Sie im Ausland erworben haben, kann sich unabhängig von Ihrem Heimatstaat stellen.

Und schließlich bieten wir Ihrer/m PartnerIn, der/die sich ebenfalls am Standort Tirol beruflich verankern will, sehr gerne unsere Unterstüzung im Bewerbungsprozess an.


Sehr gerne beraten wir Sie und Ihre/n PartnerIn rund um das Thema Arbeiten in Tirol!

Beschäftigungsbewilligung

"Beschäftigungsbewilligung" ist der in Österreich gebräuchliche Name für eine Arbeitsbewilligung, also die behördliche Bescheinigung, dass man zu bestimmten Tätigkeiten am Arbeitsmarkt berechtigt ist.

Als Beschäftigung gelten in Österreich das klassische Arbeitsverhältnis, das Ausbildungsverhältnis (z.B. Lehre) sowie die arbeitnehmerähnlichen Verhältnisse (z.B. freier Dienstvertrag). Die Beschäftigung von Ausländern ist im Ausländerbeschäftigungsgesetz geregelt.

Die Frage des legalen Aufenthaltes (gültiger Aufenthaltstitel) ist dabei von der Frage der Zulassung zum Arbeitsmarkt (Beschäftigungsbewilligung) zu trennen, denn sich legal in Österreich aufzuhalten beinhaltet nicht automatisch die Zulassung zum Arbeitsmarkt. Auch wenn manche Aufenthaltstitel es ermöglichen, ohne weitere Bewilligung in Österreich arbeiten zu dürfen (z.B. die Aufenthaltstitel  „Daueraufenthalt – EU“, „Rot-Weiß-Rot–Karte plus“, "Aufenthaltsberechtigung plus", "Aufenthaltstitel Familienangehöriger" oder „Niederlassungsnachweis“) gibt es andere, die eine Beschäftigung auf bestimmte Tätigkeiten einschränken (z.B. für ForscherInnen) oder sogar ganz ausschließen.
Für alle anderen Formen von Aufenthaltstiteln muss eine eigene Beschäftigungsbewilligung beantragt und erteilt werden (z.B. bei Besitz eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot-Karte").

Die Beschäftigungsbewilligung wird dabei der/dem ArbeitgeberIn erteilt (der Aufenthaltstitel dagegen der/dem künftigen ArbeitnehmerIn) und berechtigt sie/ihn zur Beschäftigung der konkret beantragten ausländischen Arbeitskraft auf einem genau bezeichneten Arbeitsplatz. Gestellt wird der Antrag an die jeweils zuständige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS), welche den Antrag prüft (vor allem dahingehend, ob für die zu besetzende Stelle ein Inländer oder schon in Österreich befindlicher beschäftigungsloser Ausländer zur Verfügung steht, sog. "Ersatzkraftverfahren") und die Beschäftigungsbewilligung innerhalb von maximal 6 Wochen für die Dauer von längstens einem Jahr ausstellt. Danach muss beim AMS ein Verlängerungsantrag für die Beschäftigungsbewilligung gestellt werden.

Eine Ausstellung ist jedenfalls nur dann nur möglich, wenn die/der künftige ArbeitnehmerIn einen gültigen Aufenthaltstitel besitzt! In manchen Fällen muss zudem eine sogenannte Sicherungsbescheingung beantragt werden (Zusicherung des AMS, dass für eine bestimmte Person bei Erhalt des entsprechenden Visums eine Beschäftigungsbewilligung ausgestellt wird).

Wichtig ist dabei, mit der tatsächlichen Beschäftigung bis zur Erteilung der Beschäftigungsbewilligung zu warten, da diese sonst abgelehnt werden muss.

Bei der Frage der Anerkennung von praktischen und theoretischen Ausbildungen muss zwischen mehreren Aspekten unterschieden werden. Einerseits nach dem Herkunftsland der/des Antragstellerin/Antragstellers, denn für EU, EWR-BürgerInnen und SchweizerInnen gelten andere Regeln bei der Anerkennung von Ausbildungen als für Drittstaatsangehörige. Zum anderen gelten je nach Ausbildungslevel unterschiedliche Regelungen, sei dies für die Anerkennung von Schulabschlüssen (Nostrifikation), Berufsausbildungen (handwerkliche/gewerbliche Berufe), die Anerkennung eines ausländischen Studientitels (Nostrifizierung) oder die Zulassung zu einem bestimmten Beruf nach Abschluss eines Studiums (z.B. MedizinerInnen zum Arztberuf, ApothekerInnen, Ziviltechniker u.v.m.).
Für alle diese Varianten der Anerkennung gelten unterschiedliche Regelungen und besteht die Zuständigkeit unterschiedlicher Behörden.

 

Nostrifikation von Schulausbildungen

Zuständig für die Anerkennung von ausländischen Schulzeugnissen, egal welchen Schultyps, ist das Bildungsministerium, welches überprüft, ob ein im Ausland erworbener Schulabschluss mit den österreichischen Lehrplänen übereinstimmt. Bei größeren Abweichungen vom österreichischen Lehrplan können für die Anerkennung Ergänzungsprüfungen vorgeschrieben werden. Ausländische Zeugnisse können vorab kostenlos auf ihre Übereinstimmung mit österreichischen Schulabschlüssen bewertet werden, dabei erfahren Sie auch, welche Dokumente für eine Anerkennung vorgelegt werden müssen.
Um zu einem Studium zugelassen zu werden, muss die Gleichwertigkeit einer im Ausland absolvierten Reifeprüfung mit der österreichischen Matura überprüft werden. Hierfür ist die jeweilige Universität zuständig, an der Sie ein Studium beginnen möchten, sehr häufig gibt es in diesem Bereich jedoch bilaterale Abkommen, die eine Anerkennung wesentlich beschleunigen.

 

Nostrifizierung ausländischer Hochschulabschlüsse

Für Hochschulabschlüsse aus anderen EU-Staaten ist meistens keine gesonderte Anerkennung (Nostrifizierung) notwendig und auch mit einigen anderen Staaten hat Österreich bilaterale Abkommen, die eine  Gleichwertigkeit von Studienabschlüssen garantiert. In einem solchen Fall wird ohne weitere "Hürde" die Gleichwertigkeit Ihres Studientitels mit dem entsprechenden österreichischen Studium formal mit Bescheid festgestellt, zuständig ist dafür das Bildungsministerium.
Zuständig für die Nostrifizierung eines sonstigen ausländischen Studientitels ist die Hochschule, mit deren Studienrichtung Sie Ihren akademischen Titel gleichhalten wollen. (z.B. juridische Fakultät der Universität Innsbruck für die Nostrifizierung eines Studientitels im Bereich "Recht"). Sie müssen aber darlegen, warum eine Nostrifizierung für Sie konkret notwendig ist.
Wo eine Nostrifizierung nicht möglich oder notwendig ist, können Sie für den besseren Einstieg ins Berufsleben ein (kostenpflichtiges) Bewertungsgutachten beantragen. Dieses Gutachten ist keine formelle Anerkennung mit Rechtswirkung, bescheinigt aber den Inhalt Ihrer akademischen Ausbildung.  
Und falls Sie in Österreich ein Aufbaustudium (Master, Doktorat) machen möchten, können Sie Ihr sich von der Hochschule, an der Sie studieren möchten, Ihr im Ausland erworbenes Diplom als Zugangsvoraussetzung anerkennen lassen.

Zusätzlich zu den Stellen, welche jeweils die Entscheidung über eine Anerkennung treffen, gibt es mit dem NARIC-Austria (National Academic Recognition Information Centre) eine offizielle Anlauf- und Kontaktstelle für alle Anerkennungsfragen in Österreich.

Neben der Anerkennung des akademischen Titels als solchem ist für manche Berufe weiters eine berufliche Anerkennung Voraussetzung, um am Arbeitsmarkt tätig werden zu können. Vieles davon ist für EU/EWR-BürgerInnen und SchweizerInnen spezifischen Anerkennungsrichtlinien geregelt (z.B. für ApothekerInnen, ArchitektInnen, RechtsanwältInnen, VeterinärmedizinerInnen, Hebammen u.v.m.)
Gerne informieren wir Sie im Detail über die für Ihren Beruf jeweils zur Anwendung kommenden Regelungen und Voraussetzungen.

 

Anerkennung von Zeugnissen und Ausbildungen für EWR/EU Bürgerinnen und SchweizerInnen

Entsprechend dem Grundsatz der Niederlassungs- und Freizügigkeit müssen EWR/EU Bürgerinnen und SchweizerInnen zu den gleichen Voraussetzungen zu einer gewerblichen Tätigkeit in Österreich zugelassen werden, wie diese für ÖsterreicherInnen gelten. Rechtlich verankert wurde dies in der EU/EWR-Anerkennungsverordnung. Zudem gibt es zwischen Österreich und den Ländern Ungarn und Deutschland sowie der Region Südtirol Abkommen über die Gleichhaltung von Lehrabschlussprüfungen und mit Deutschland ein Abkommen über die Gleichhaltung von Meisterprüfungen.

Sonstige im Ausland erworbene Berufsausbildungen können auf Antrag mit vergleichbaren österreichischen Lehrabschlussprüfungen "gleichgehalten" (anerkannt) werden, zuständig ist hierfür das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Die Voraussetzung dafür ist der Nachweis gleichwertiger fachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten, die in den jeweiligen Ausbildungsordnungen definiert werden. Der Anteil an praktischer Ausbildungszeit muss entsprechend derjenigen in Österreich sein, dabei können jedoch praktische Berufserfahrungen angerechnet werden. Wenn für die Berufsausübung bestimmte für Österreich spezifische Kenntnisse notwendig sind (z.B. Wissen über österreichische Gesetze o.ä.), können vom Ministerium Ergänzungsprüfungen vorgeschrieben werden.


Aufgrund der Komplexität dieser Thematik empfiehlt sich ein persönliches Beratungsgespräch. Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre Ausbildungen anerkannt und in Ihrem angestammten Beruf auch am Standort Tirol tätig sein zu können!

Eine Bewerbung enthält üblicherweise ein Anschreiben, einen Lebenslauf und sonstige Beilagen. Das Anschreiben sollte eine bis maximal zwei A4-Seiten lang sein und sich auf die Ausschreibung beziehen. Beilagen belegen Ihre Ausbildung(en) und sonstigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, etwa Arbeitserfahrungen oder Sprachkenntnisse und sollten ebenfalls für die ausgeschriebene Stelle relevant sein. Erkundigen Sie sich im Zweifel bei der ausschreibenden Stelle, welche Beilagen relevant sind.

Es ist auch immer ratsam, sich zu informieren, wer der/die konkrete/r AdressatIn Ihrer Bewerbung ist. Dabei sollten Sie sich auch nach eventuellen akademischen Graden Ihres/r AdressatIn erkundigen.  In Österreich haben akademische Titel einen hohen Stellenwert (mehr darüber erfahren Sie hier) und es könnte sich eventuell nachteilig auswirken, wenn Sie eine/r künftigen ArbeitgeberIn einen akademischen Grad "unterschlagen". Es wirkt jedenfalls professioneller, wenn Sie die richtige Person anschreiben und deren Titel korrekt verwenden.

Ob die Bewerbung in postalischer oder elektronischer Form erwünscht ist, ergibt sich entweder aus der Ausschreibung oder kann ebenfalls beim Ausschreiber nachgefragt werden.

Um Ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren und sich bestmöglich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten bieten neben zahlreichen Privatanbietern das Wirtschaftsförderungsinstitut (WiFi) und die Arbeiterkammer Tirol (AK) Bewerbungscoachings an.

Sehr gerne geben auch wir Ihnen ein Feedback zu Ihren Bewerbungsunterlagen und beraten Sie rund um das Thema Bewerbung!

Kontakt

MMag. Julia Frischhut-Gregorin, E.Ma
Welcome Service

julia.frischhut@standort-tirol.at
m +43 676 843101240
t +43 512 576262 240

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Mag. Viktoria Fink
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